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26. März 2017

Seelsorge

Die Seelsorge ist im weitesten Sinne mit Begleitung, im engeren Sinne mit Ermutigung, Ermahnung und Tröstung zu umschreiben. Sie steht in unseren Breiten geschichtlich gesehen im Kontext zur christlichen Kirchen, wird aber mehr oder weniger in allen Religionsgemeinschaften praktiziert. Das Internet-Lexikon Wikipedia definiert es als motiviertes Bemühen um den Menschen in seiner Ganzheitlichkeit und dessen Beziehung zu Gott.

Seelsorgerisches Handel ist allerdings nicht dem pyschotherapeutischen Handeln zu verwechseln – auch wenn in der Seelsorge Methoden aus der Psychotherapie zur Anwendung kommen. Vielmehr ist die christliche Seelsorge eine durch die holländische Seelsorge beeinflusste Pastoralpsychologie.

Verständigen Sie im Todesfall Ihren örtlichen Pfarrer oder Pastor bzw. die zuständigen Stellen Ihrer Religionsgemeinschaft. Dort wird man Ihnen konkret und kurzfristig helfen und Möglichkeiten für eine weiterführende Beratung nennen.

Christliche Seelsorge

Die Kirche hat in den Letzten Jahrzehnten ihre Seelsorge stark ausgebaut – Tendenz weiter steigend. Das Spektrum reicht mittlerweile von der persönlichen Seelsorge durch den ortsansässigen Pfarrer oder Pastor über verschiedenste fachspezifische Angebote bis hin zur Internet- oder SMS-Seelsorge. Am bekanntesten dürfte die Telefonseelsorge sein, die zusammen von der Evangelischen Kirche und der katholischen Bischofskonferenz getragen wird.

Eine Übersicht über die Aktivitäten sind im Internet zu finden unter:

Islamische Seelsorge

Der Islam kennt die Seelsorge im eigentlichen Sinn nicht. Denn nach islamischer Auffassung gibt es keinen Vermittler zwischen dem Gläubigen und Gott. Der Mensch ist nach dem Koran selbst für sein Seelenheil verantwortlich. Jeder Muslim, der aber über ein großes Maß an religiöser Kenntnis verfügt, ist zu rituellen Handlungen berechtigt. Daher kann er auch Seelsorger sein. In den letzten Jahren haben sich in Deutschland vermehrt die Imame dieser Aufgabe angenommen.

Jüdische Seelsorge

Da der Begriff Seelsorge christlichen Ursprungs ist, wird sich ein Rabbiner auch nicht als Seelsorger benennen. Allerdings gehört das, was sich hintern dem seelsorgerischen Handeln verbirgt, auch zu den Aufgaben des Rabbiners.


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